Natur

Pflanzenwelt

Die Pflanzenwelt Lanzarotes besteht aus rund 580 wildwachsenden Arten. Nicht wenige davon wurden als Nutz- und Zierpflanzen eingeführt. Davon sind nur 54 Arten auf den Kanarischen Inseln heimisch. Dazu gehören zum Beispiel die Kanarische Palme und die Kanarische Kiefer. Ganze 13 Pflanzen sind Lokalendemiten, d.h. man findet sie nur auf Lanzarote.

Im Vergleich zu den kanarischen Nachbarinseln ist Lanzarote aber kaum bewachsen und eher Karg. Das liegt aber nicht nur an den Vulkanausbrüchen, die für die Entstehung von Lanzarote notwendig waren. Die Berge auf Lanzarote sind zu niedrig um feuchte Passatwinde zum Aufsteigen und damit zum abregnen zu bringen. Zusätzlich fehlen Kieferwälder, die den Passatwolken die Luftfeuchtigkeit entziehen. Viele der Pflanzen, die auf Lanzarote zu finden sind, haben Ihre Heimat aus der afrikanischen Sahara. Aufgrund dessen erinnert die Vegetation auf Lanzarote an vielen Stellen der einer Wüste.

Zwischen den Monaten Februar und April verwandelt sich die karge, wüstenähnliche Oberfläche zu einem Blütenteppich. In den höheren und somit feuchteren Regionen verlängert sich diese Zeit sogar bis in den Mai. Am bekanntesten sind die Kronenmagerite, die Mittagsblume und der Lanzarote-Hornklee. Das botanische Paradies findet man in erster Linie in den Bergzügen und Steilküsten, da der Wind hier die Notwendige Feuchtigkeit bringt.

Tierwelt

Die Tierwelt gestaltet sich auf Lanzarote weitaus langweiliger als die Pflanzenwelt. Auch in diesem Fall kamen die meisten Tiere durch Menschenhand auf die Insel. Beispielsweise Esel und Dromedare, die als Nutztiere gehalten wurden.

Weitaus einfacher fanden die Vögel Ihren Weg auf die Insel. Neben zahlreichen Zugvögeln gibt es etwa 35 Arten, die ständig auf Lanzarote leben. Dazu gehören Wildtauben, Finken, Falken, Meisen und Sperlinge.
Unter Wasser ist das Leben allerdings weitaus prachtvoller. Dort leben Thunfische, Seerosen, Seesterne aber auch Haie und Muränen.